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Meß- und Regelanlagen gewährleisten einen konstanten pH-Wert und Chlorgehalt des Badewassers. Elektroden messen direkt im Filterkreislauf oder in einer im Bypass geschalteten Durchflußarmatur (längere Lebensdauer der Elektroden) den pH- und Chlorwert. Der Chlorwert kann hierbei in privaten Bädern über den Redoxwert (Redoxpotential) des Wassers geregelt werden. Dieser Redoxwert gibt die Keimtötungsgeschwindigkeit des Wassers an (Chlorzugabe = steigendes Redoxpotential). Für den öffentlichen Bereich gilt ein Mindest-Redoxwert von 750 mV bei freiem Chlorgehalt von 0,3 – 0,6 mg/ltr Wasser.  Aus diesem Grund gilt der mechanischen Wasseraufbereitung (Filteranlage) besonderes Augenmerk.
Mit einer im privaten Bereich üblichen Sandfilteranlage liegt der Redoxwert oftmals unter 750 mV, will man sein Becken nicht überchloren. So findet jeder den für sein Becken entsprechenden Redoxwert, bei dem der Chlorgehalt eben 0,3 – 0,6 mg/ltr Wasser entspricht.

Diese preisgünstigen Anlagen sind oftmals mit Schlauchpumpen ausgestattet, die, regelmäßig gewartet, eine gute Alternative zu Membran- Dosierpumpen sind. Sie drücken flüssigen pH-Regulator und Flüssigchlor (Chlorbleichlauge) durch ein Impfventil in den Filterkreislauf.
Viele Betreiber vernachlässigen die Pflege und Wartung der Meß- und Regelanlagen, weil der Begriff “automatisch” oftmals falsch verstanden wird. Werden nicht regelmäßig die Parameter pH-Wert und Chlorgehalt manuell mit einem Testgerät (Pooltester) überprüft, kann es vorkommen, dass z.B. plötzlich ein kompletter Kanister pH-Regulator ins Becken gepumpt wird, nur weil die Elektrode durch Verschmutzung (Fettablagerungen) oder schlechter Anströmung (verstopfte Durchflußarmatur) falsche Werte an die Steuerung gemeldet hat.

Für öffentlich betriebene Bäder muss zum pH- und Redoxwert zusätzlich der “freie” Chlowert angezeigt werden.

Bei Meß- und Regelanlagen sollte man nicht in erster Linie auf den Preis achten, sondern vielmehr auf Qualität und Zuverlässigkeit.

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